How to get lost in Seoul… und wie man sich retten lässt
Eingetragen von Julia Spreen auf 22. Juli 2008 18:26Kein Kommentar
- Man bittet jemanden, der sowohl der koreanischen als auch der englischen Sprache mächtig ist, den Namen des anzusteuernden Hostels in koreanische Schriftzeichen zu übersetzen.
- Es ist ein Taxi erforderlich in das man einsteigt und dem Fahrer die Karte mit der Übersetzung gibt, während man nebenbei verkrampft versucht, den Namen des Hostels möglichst koreanisch auszusprechen.
- Es bleibt das Fluchen des Taxifahrers abzuwarten, dessen Navi das Hostel nicht wird finden können, weshalb einem sehr lange irgendwas erklärt wird, bevor die Fahrt losgeht.
- Nach einer gewissen Zeit ist man dann gemeinsam mit einem ahnungslosen Taxifahrer irgendwo in der Seitenstraße einer Nebenstraße in Seoul. Die Ahnungslosigkeit des Taxifahrers kann man daran festmachen, dass er alle zehn Meter anhält, aufgeregt aus dem Taxi springt und Läden sowie sich auf der Straße befindliche Menschen abklappert und nach längerer Diskussion mit einem Schulterzucken wieder einsteigt.
(Diesen Punkt gestaltet man umso spannender, wenn man einerseits sagt, dass man zum Hostel X möchte, dem Taxifahrer auf der Karte aber Hostel Y zeigt, welches in einer ganz anderen Straße liegt.) - Irgendwann wird der Taxifahrer nach der Telefonnummer des Hostels fragen, dort anrufen und einem lang und breit irgendwas erzählen. Dann zeigt er auf das Taximeter, erwartet Geld, bekommt Geld, holt einen schweren Koffer aus dem Kofferraum, stellt ihn mitten auf die Straße und fährt weg.
- Man hat dann etwa zehn Minuten neben dem Koffer zu stehen und zu überlegen was man tun soll, da man noch nicht bemerkt hat, dass Hostel X und Y verwechselt wurden. Sobald dieses Licht aufgegangen ist, beginnt man damit verwirrt und mit viel Gepäck durch die Straßen zu irren und überlegt weiterhin was man tun soll.
- Obwohl man von freundlichen Koreanern verschiedene gute Erklärungen bekommt, findet man das Hostel trotzdem nicht. Während man sich nicht unterkriegen lässt und regelmäßig kluge Blicke in den Lonely Planet wirft, wird einen eine alte Frau mit so einer Art Bauchladen ansprechen, die keinesfalls Englisch können muss (dass mein Koreanisch mehr als ausbaufähig ist dürfte bekannt sein), um den Weg perfekt zu erklären.
- (ganz dringend) Duschen im wunderbaren Beewon Guest House!
