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Haeundae Beach (2) und Gupo Market

Eingetragen von Julia Spreen auf 26. Juli 2008 – 14:32Kein Kommentar
Haeundae Beach, Busan

Haeundae Beach, Busan

Für den heutigen Samstag hatte ich ursprünglich geplant, entweder auf Hiking-Tour zu einem Tempel aufzubrechen oder aber endlich den langersehnten ganzen Tag am Strand zu verbringen. Als ich aufwachte regnete es leider, weshalb ich mich für keine der Alternativen motivieren konnte. Ich habe also noch ein bisschen weiter geschlafen und bin dann ein wenig durch die Stadt geschlendert, bevor ich mich auf den Weg zum Strand machte, um mir die Angebote für Bootsfahrten anzusehen. Diese waren nicht sonderlich lukrativ, weshalb ich es bei einigen Fotos und ein bisschen Chillen am Strand beließ: Das Wetter am Strand war nämlich gar nicht so schlecht wie beim Hotel, welches sich weiter im Landesinneren befindet. So schaute ich den Koreanern dabei zu, wie sie quietschten und kreischten, sobald eine Welle kam (die zwar nur von kleinen Booten ausgelöst worden sind, aber das war bereits ausreichend für einen enormen Lärmpegel).

Im Anschluss an meinen Ausflug an den Strand habe ich den Gupo Market aufgesucht, ein wenig touristischer, mehr lokaler Markt, der total bunt und voller Leben ist. Als ich den ersten Gang hinunter und gerade den zweiten Gang wieder hinauf gehen wollte, wurde ich auf lautes Hundekläffen aufmerksam und drehte noch einmal um. Dort sah ich Hunde in Käfigen, daneben verkaufsbereit ausgenommene. Natürlich war der Anblick nicht gewöhnlich, aber im Käfig direkt daneben waren Kanninchen und Enten, die ebensolche Lebewesen sind. Es sind kulturelle Gegebenheiten, die uns Menschen bestimmte Dinge mit Genuss essen lassen und andere mit Ekel verbundene abstoßende und angewiderte Gefühle hervorrufen. Daher möchte ich es nicht verurteilen, dass hier Hunde verkauft werden, auch wenn nur wenige meine Meinung teilen – aber allein in Deutschland werden ähnlich emotionale Debatten rund um das Pferdefleisch geführt…

Von daher finde ich es auch zweifelhaft, dass in der Innenstadt Seouls eine Bannmeile eingerichtet wurde, in der es wegen der Touristen verboten ist Hundefleisch zu verkaufen. Wenn jemand in andere Kulturkreise reist, so sollte er in der Lage sein, sich auf Unterschiede, andere Gewohnheiten und Begebenheiten einzustellen sowie sie zu respektieren. Wenn es Teil koreanischer Kultur ist Hundefleisch zu essen, muss man dies nicht verstecken nur weil es anderswo anders ist, sonst wird Globalisierung zu einem Einheitsbrei und an der gesellschaftlichen Basis beginnt es zu brodeln, weil bestimmte Teile der Welt anderen ihre Werte aufdrängen – und das ist eine mehr als gefährliche Situation. Wie dem auch sei – der Besuch auf dem Markt war absolut lohnenswert und ich hätte beinahe Probleme bekommen, weil ich die Hunde fotografiert habe…

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