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Beijing: The Great Wall

Eingetragen von Julia Spreen auf 1. August 2008 – 23:00Ein Kommentar
The Great Wall, Beijing

The Great Wall, Beijing

Über das Hostel habe ich eine Tour zur Chinesischen Mauer gebucht. Mit zehn Leuten sind wir morgens um halb sieben losgefahren und waren etwa zwei bis drei Stunden unterwegs, bis wir in Jinshanling angekommen sind. Dort fuhren wir mit der Seilbahn hoch zu einem Teil der Mauer, der touristisch wenig erschlossen war. Damit ging jedoch einher, dass sie hier auch noch nicht renoviert war und in Teilen mehr an Ruinen, denn an eine Mauer erinnerte. Dies stand in engem Zusammenhang mit dem Teil der Tour-Beschreibung, den ich überlesen hatte: Es sollte kein Spaziergang über die Mauer werden, sondern eine zehn Kilometer lange Hiking-Tour. Während meine Mit-Wanderer perfekt ausgestattet waren, was Proviant und Schuhwerk anbelangte, rutschte ich in meinen Pumas durch die Gegend und nachdem mir der Guide beim ersten Turm sagte, dass noch 30 weitere zu erklimmen waren, dachte ich kurz daran irgendwohin zu flüchten. Ich wusste allerdings nicht wohin und so kletterte ich bei strahlendem Sonnenschein etwa fünf Stunden durch China.

Die Anstrengungen haben sich mehr als gelohnt und man wurde durch eine einmalige Aussicht angemessen entschädigt. Diese Tour in relativer Einsamkeit war gigantisch und ist nur schwer bis gar nicht in Worte zu fassen, denn einen solchen Ausblick muss man am eigenen Leib erlebt haben. Interessanterweise saßen auf allen der von uns bestiegenen dreißig Türme sogenannte Freiwillige, die extra für die Olympischen Spiele engagiert worden sind und aufpassen sollten, ob etwas passiert und wenn ja was.

Am Abend nach dem Tagesausflug ließen meine Muskeln eine weitere Sightseeing-Tour nicht zu. So entschloss ich mich nach einer ausgiebigen Dusche mit einigen Leuten  aus dem Hostel (Kanadier, Französinnen, Engländerin und ich) loszuziehen und einige Eindrücke des chinesischen Nachtlebens zu sammeln. Zunächst haben wir an einem See mit zahlreichen kleinen Bars und Restaurants drum herum ein Heineken Bier getrunken, das umgerechnet mehr als 6 € gekostet hat, dafür aber nach dem anstrengenden Tag auch richtig gut schmeckte. Daran anschließend suchten wir ein Restaurant auf und haben unter anderem die berühmte Peking-Ente gegessen. Im Gegensatz zu manch anderen durften wir so viel essen wie wir wollten, alle sind satt geworden und allen hat es wahnsinnig gut geschmeckt.

Obwohl Kat (Ungarin, die in England lebt) und ich zeitig zurück zum Hostel gegangen sind, da wir beide am nächsten Tag nach Frankfurt fliegen mussten, wurde der Abend noch länger. Bis drei oder vier Uhr morgens saßen wir auf der Straße vor dem Hostel, tranken 0,6l-Flaschen Bier für umgerechnet 20-30 Euro-Cent, lauschten einem chinesischen Gitarrenspieler, sangen und schnackten. Das war ein mega-entspannter, wunderbarer Abschiedsabend, der mich daran erinnerte, wie das Leben mit 18 war und den ich so schnell nicht vergessen werde. Ebensowenig wie den gesamten Asien-Aufenthalt 2008.

Ein Kommentar »

  • Kat sagt:

    Hellooo Julia,
    How are you!?
    (I will NOT write in German for fear of embarrassing myself in public.)
    I can’t believe you were in China and did not come to visit us in Xiamen! Hee hee.. I know you were very busy and that you were here for work actually, so I’m just teasing..Next time you must come though okay?
    Warm hugs!
    Kat

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