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Beijing: Guest House

Eingetragen von Julia Spreen auf 30. Juli 2008 – 23:00Kein Kommentar
Guest House, Beijing

Guest House, Beijing

Am 30. Juli bin ich dank deutschem Weckdienst sehr früh am Morgen Richtung Flughafen aufgebrochen, um von Seoul nach Beijing zu fliegen. Dort angekommen wurde ich von dem Shuttle-Service meines Hostels in Empfang genommen, was die Orientierung sehr erleichterte. Da wir noch auf einen anderen Gast warten mussten, ich aber großen Durst hatte, organisierte ich mir als aller erstes mal eine Cola. Die Größe der Flaschen ist in China 0,6 l und als ich zahlen wollte, zeigte sich mein Unvermögen mit chinesischem Geld umzugehen: Als man mir den Preis mitteilte, habe lediglich etwas mit 3 und 5 verstanden, überschlug im Kopf den möglichen Preis und entschloss mich, 35 Yuan zu geben, was umgerechnet etwa 3,50€ entspricht. Man schaute mich daraufhin höchst irritiert an, schüttelte nur noch mit dem Kopf, tippte ein 3,5 in den Taschenrechner und hielt mir diesen unter die Nase. Ich hatte einfach nicht damit gerechnet, dass man für eine große Flasche Cola gerade mal 35 Euro-Cent bezahlen muss, war dann aber durchaus positiv überrascht.

Mit dem Hostel-Auto wurde ich gemeinsam mit einem holländischen Olympia-Touristen in die Stadt gefahren. Es war äußerst interessant, diese herausgeputzte Stadt anzuschauen, die extra Olympia-Fahrspur auf der Autobahn, die Wimpel und Fähnchen am Straßenrand – all das deutete bereits auf die in Kürze beginnenden Olympischen Spiele hin. Die Beijing Downtown Backpackers Accommodation wusste dann ebenfalls zu überzeugen: Ein sehr schönes Hostel in einer wunderbaren Hutong-Straße mit zahlreichen kleinen Cafés, Bars, Restaurants und Künstler-Geschäften. Auch das Zimmer war abgesehen von dem haarigen Bettlaken und nicht vorhandenem Toilettenpapier durchaus schön und anehmbar.

Noch am Tag meiner Ankunft machte ich mich auf, Beijing zu entdecken. Mein erster Gedanke, den ich vom dortigen Leben fassen konnte: Diesen Straßenverkehr werde ich niemals überleben! Obwohl aufgrund der Smog-Bekämpfung nur noch die Hälfte der Autos auf den Straßen unterwegs und Mopeds bereits komplett aus der inneren Stadt verbannt waren, stellte es eine große Herausforderung dar, eine Straße zu überqueren. Hatte man als Fußgänger grün, standen zwar die Autos, die geradeaus fahren wollten, aber weder Links- noch Rechtsabbieger hatten rot, so dass mitten auf der Straße hinter stehenden Bussen auf einmal Abbieger hervorschossen, die mich an den Rande eines Herzinfarktes brachten. Um dieser Situation zu entgehen, habe ich mir schnellstmöglich ein Taxi genommen, was allerdings nicht unbedingt eine sicherere Fortbewegungsmethode darstellte, zumal es in Beijing offensichtlich sehr viele Hell Driver gibt. Aber dazu später mehr.

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